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Wie reagiert nun der Körper auf das  niedrige Sauerstoffangebot in der Höhe? Wie bekommen die Körperzellen trotzdem genügend Sauerstoff, damit keine Unterversorgung eintritt?

Der Prozess der Sauerstoffversorgung gliedert sich in zwei Teile: Erstens die Atmung, und zweitens der Blutkreislauf. Für jeden dieser beiden Prozesse gibt es zwei Strategien, auf geringeres Sauerstoff-Angebot zu reagieren:

a) Transportprozesse steigern, um bei gleicher Effizienz den Umsatz zu erhöhen
b) Prozesse effektiver machen, um bei gleicher Geschwindigkeit den Umsatz zu erhöhen.

Die Atmung kann leider nicht effektiver gemacht werden, daher bleibt hier nur eine Erhöhung der Atemfrequenz als Ausweg. Schon in den ersten Tagen in der Höhe ist gegenüber dem Tiefland in Ruhe und unter Belastung eine Hyperventilation zu beobachten. Die Angaben über die Steigerung des maximalen Atemminutenvolumens schwanken von durchschnittlich 10 Prozent bis 42 Prozent in Höhen von 1600m bis 4300 m (ADAMS u.a. 1975, BAILEY u.a. 1998, BUSKIRK u.a. 1967, DILL/ADAMS 1971, PUGH 1967; ROSKAMM u.a. 1968), wobei BAILEY u.a. die größte Zunahme (maximale Ventilation von ca. 177 l/min auf ca. 252 l/min erhebt) bei ihrer Untersuchung in 1640 m Höhe beschreiben.
Beim Sauerstofftransport durch das Blut gibt es dagegen beide Optionen, eine Erhöhung der Pulsfrequenz oder eine vermehrte Bildung von sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen.

Während also der Atemrhythmus bei Sauerstoffmangel grundsätzlich schneller wird, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten der Anpassung bezüglich des Blutkreislaufs.

1. Adaption - bei kurzfristigem Aufenthalt in der Höhe
Wenn man unvermittelt in große Höhe kommt (z.B. mit Seilbahn über 3000 bis 3500 m), entsteht wie oben erklärt ein Sauerstoffdefizit, das durch schnellere Atmung ausgeglichen wird. Gleichzeitig mit der Atemfrequenz steigt auch der Puls. Das ist auf Dauer natürlich nicht wünschenswert, denn die Verschnellerung all dieser Prozesse erhöhen den Energiebedarf des Körpers. Dieser, Adaption genannte, Prozess ist entsprechend als akute Krisenreaktion zu verstehen; trifft der Körper diese Situation über eine längere Zeit (ein paar Stunden oder mehr) an, dann läuft quasi ein Notfallprogramm an, das besagt, dass nun verstärkt rote Blutkörperchen gebildet werden müssen, um die energieaufwendige Situation zu beseitigen und zum Zustand der möglichst vollständigen Akklimatisation für die gegebene Höhe zu kommen. Durch die schnellere Atmung geht auch mehr Flüssigkeit verloren.

2. Akklimatisation
Unter Akklimatisation versteht man die vollständige Anpassung an die Höhe, daher der Blutkreislauf funktioniert wie zuhause - man bewegt sich wie zuhause, der Pulswert ist auf dem heimatlichen Normalwert. Akklimatisation ist ein langsamer Prozess, da er durch Veränderung der Blutzusammensetzung gesteuert wird. Im wesentlichen ist das eine Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen, damit mehr Sauerstoff transportiert werden kann. Dadurch wird das Blut übrigens auch verdickt. Da es für die Atmung keinen derartigen "Trick" zur Effizienzsteigerung gibt, bleibt die Atemfrequenz auch bei guter Akklimatisation höher als zuhause.
Das "Aufbauprogramm" wird durch erhöhte Ausschüttung des körpereigenen Hormons Erythropoetins aktiviert, die durch einen Höhenreiz ausgelöst wird, d.h. eine neu erreichte Höhe, für die der Körper bislang nicht angepasst war. Diese Ausschüttung kommt innerhalb einiger Stunden zu einem Maximum und nimmt dann wieder ab. Die Bildung der roten Blutkörperchen, die dadurch anläuft, ist aber ein sehr langsamer Prozess. Er kommt erst nach etwa zwei bis drei Wochen zu einem Maximum und nimmt danach wieder ab.

Inwieweit es eine Art von "Memory-Effekt" bei Höhentraining gibt, ist nicht nachgewiesen. Berichten vieler Spitzensportler zufolge fällt die Adaptation nach vorangegangenen Höhentrainingsblöcken leichter als ohne.




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