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Das subjektive Empfinden gleicher Belastung im Flachland stimmt mit dem unter Höhenbedingungen nicht überein. Belastungen in der Höhe werden in nicht wenigen Fällen, insbesondere von höhenunerfahrenen Sportlern, als geringer eingeschätzt als es z.B. die Parameter wie z.B. das Laktat anzeigen. Das "Gefühl der Sportler" und das "Auge des Trainers" allein bieten noch keine sichere Basis für das Erreichen der geplanten Wirkung des Höhentrainings.

Alle Maßnahmen der Belastungssteuerung müssen besonders darauf gerichtet sein, die Selbsteinschätzungsfähigkeit und Selbststeuerung der Sportler zu unterstützen. Folgende Maßnahmen haben sich für die Steuerung der Belastung bei Höhentraining bewährt
(NEUMANN 1994, SCHMIDT/ HARTMANN 1995, POPOV/ SALTIN 1997):

  1. die tägliche Kontrolle der Herzfrequenz-Ruhewerte und des Körpergewichts,
  2. die Herzfrequenzkontrolle während des extensiven Grundlagenausdauer- und Kraftausdauertrainings zur Einhaltung des effektiven Trainingsbereichs,
  3. die Laktatkontrolle zur Einhaltung des effektiven Trainingsbereichs im intensiven Grund-lagenausdauer- und Kraftausdauertraining,
  4. die tägliche Kontrolle der Werte von Harnstoff und Kreatinkinase zur Beurteilung der Trainingsreize und des Verlaufs der Erholungsprozesse,
  5. die Kontrolle der Ernährungsgewohnheiten der Sportler (Kohlenhydrate, Eiweiße, Flüssigkeit) sowie des Eisenspiegels, um keine Defizite zuzulassen und die Wiederherstellungsprozesse nicht negativ zu beeinflussen.

Das Verhalten der beiden zur Trainingssteuerung am häufigsten angewendeten sportmedizinischen Parameter, Herzfrequenz und Laktat, verändert sich in der Höhe. Ob Ausdauer trainierte Sportler, oder untrainierte Personen, die maximale Herzfrequenz sinkt in der Höhe.

Bei akuter Höhenexposition wird über im Vergleich zum Tiefland meist unveränderte maximale Laktatspiegel
(BAILEY u.a. 1998, DES-PLANCHES u.a. 1993, EMONSON u.a. 1997) berichtet, nach Akklimatisation liegen sie vor allem in großer Höhe deutlich niedriger.

Nach Rückkehr ins Tiefland werden die ursprünglichen Werte sofort wieder erreicht (KAYSER 1996, MAIRBÄURL u.a.) Laktatwerte zu Beginn eines Höhenaufenthalts bei gleicher absoluter Belastungsintensität wie im Tiefland deutlich höher, die Laktatleistungskurve ist nach links, die anaerobe Laktatschwelle zu niedrigerer Intensität hin verschoben (BROOKS u.a. 1991; KOISTINEN u.a. 1995; ROSKAMM u.a. 1968; TERRADOS u.a. 1988).

Der Kurvenverlauf ist jedoch unverändert, wenn die Laktatkonzentrationen auf gleiche relative Belastungsintensitäten (V02max) bezogen werden.
MYHRE u.a. (1992) stellten 14 Tage nach Höhentraining im Vergleich zur Ausgangsuntersuchung wieder unveränderte Werte fest. Als Ursache für dieses Phänomen wird zur Zeit vor allem eine nach Höhenakklimatisation vermehrte Laktatoxidation in der Muskulatur angenommen und nicht die früher vermutete Steigerung des Fettmetabolismus (BENDER u.a. 1989; SALTIN u.a. 1995; TERRADOS u.a. 1988; YOUNG u.a. 1982).

Die oben genannten Beobachtungen scheinen mit der Aussage von REISS (1998) übereinzustimmen, daß sich die Leistung an der anaeroben Schwelle nach Höhentraining verbessert; allerdings fanden BAILEY u.a. (1998) die individuelle Laktatschwelle unverändert, so daß wahrscheinlich nur die fixen Laktatschwellen verbessert sind. Außerdem stellten INGJER/ MYHRE (1992) 14 Tage nach Höhentraining wieder im Vergleich zur Ausgangsuntersuchung unveränderte Werte fest, so daß diese kurzzeitige Rechtsverschiebung der Laktatleistungskurve wohl kaum der Grund für Verbesserungen der Wettkampfleistung sein dürfte, da diese ja erst 10 bis 14 Tage nach Ende eines Höhentrainings zu erwarten sind.




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